Geschichte JKW

Was ist der Ökumenische Kreuzweg der Jugend?

Alles beginnt 1958 auf dem Katholikentag in Berlin. Ein Kreuzweg findet statt, sehr feierlich, sehr bewegend und sehr ergreifend – die jungen Beter aus Ost und West vereinend. Noch steht die Mauer nicht. Gemeinschaft im Gebet ist möglich. Und die Idee keimt: das muss es jedes Jahr geben. Einen eigenen Kreuzweg, der die Jugend in Ost und West verbindet. Alsbald wird er zur „Gebetsbrücke“ über die Mauer hinweg.
Papiere, Matrizen, Materialien werden in die DDR geschmuggelt. Der Kreuzweg setzt religiöse und politische Zeichen.

Als er 2008 seinen 50. feiert, hat er auch schon 36 Jahre das Trennende zwischen katholisch und evangelisch überwunden – ist seit 1972 ökumenisch.
Zu diesem Zeitpunkt beten sicherlich gut und gerne 60.000 Teilnehmer alljährlich den JKW. Inzwischen auch ältere Generationen, Schulklassen, Gruppen und Verbände, Pfarreien und Gemeinden.
In Deutschland gestartet, überschreitet er auch Landesgrenzen: Gläubige in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und in Luxemburg machen sich jedes Jahr auf den Jugendkreuzweg.
Seit Jahrzehnten können nun schon können auch immer wieder Künstler gewonnen werden, die den Kreuzweg bildnerisch mitgestalten und auf ihre eigene Art interpretieren: mal mit Fotos, mal mit Öl und Pinsel, mal klassisch, mal provokant, mal gegenständlich, mal abstrakt – immer aber so, dass es der Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben dient.

Dann das ist nach wie vor das Anliegen des Kreuzweges: Jesus nachzufolgen auf seinem Leidensweg und seine Spuren zu entdecken auf dem eigenen Lebensweg.


Herausgeber des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind:

  • die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) als Geschäftsführerin;
  • der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ),
  • die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej)